Samstag, 11. Mai 2013

Uralte Portraitfotos aus dem Stodertal

Der 9. August 1839 gilt als der Geburtstag der "Photographie". An diesem Tag wurde die Erfindung der beiden Franzosen Niepse und Daguerre in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese ersten Bilder hießen Daguerreotypien.
Die Daguerreotypie war eine Fotografie auf einer spiegelglatt polierten Metalloberfläche.
Das Verfahren war sehr aufwendig und teuer. Erst die preisgünstigeren
Weiterentwicklungen ermöglichten die rasche Verbreitung der Fotografie.


Dann dauerte es noch einige Jahrzehnte, bis1870/1880 die ersten Fotos von den Bewohnern des Stodertales gemacht wurden. Es waren vor allem Portraitaufnahmen mit denen sich die Fotografierten der Nachwelt erhalten wollten.
Oft sind zwar die Bilder zurückgeblieben, aber niemand weiß heute mehr, wer darauf abgebildet ist.










Sonntag, 28. April 2013

150 Jahre Schmiede in der Steyrbruck

Zum 150. Geburtstag der Schmiede Ferstl in St. Pankraz fanden sich gestern viele Freunde, ehemalige Kunden und Gratulanten ein.
Otto Ferstl, der den Betrieb bis zu seiner Pensionierung 1981 führte, war ein begeisterter Sammler alter bäuerlicher Geräte und Werkzeuge. Zur 150 Jahrfeier wurde ein Teil seiner wertvollen Sammlung zur Zubereitung von Genußmitteln im Stodertal der längst vergangenen Jahre gezeigt.
Die umfangreiche und liebevoll gestaltete Ausstellung gab einen Einblick in die karge Lebensweise der bäuerlichen Vorfahren im Stodertal.

 
 


  
 


 
 

 

Samstag, 27. April 2013

Die Kneippanlage in Hinterstoder

Pfarrer Sebastian Kneipp, geb. 1821, gest. 1897, brachte 1886 sein berühmtes Buch "Meine Wasser-Kur" zur Heilung der Krankheiten und Erhaltung der Gesundheit heraus. Der Erfolg war so gewaltig, dass bereits 1892 die vierzigste Auflage erschien. - (siehe unten)
In Hinterstoder gibt es eine der schönsten Kneippanlagen  im ganzen Land.







Dienstag, 23. April 2013

Warum gibt es auf der Alm keine Sünde?

Wenn man im Bergland, im Stodertal oder auf Almwanderungen immer wieder den Ausspruch hört: " Auf der Alm da gibts keine Sünd", dann wissen nur ganz wenige warum das so ist.
 Einer der es ganz genau wußte war ein alter Bauernknecht aus dem Stodertal, der es anschaulich erklärte. 
" Wir Bauernknechte mußten seinerzeit ganz früh aufstehen. Es gab damals in meiner Jugend noch keine Motormäher und wir begannen schon in aller Herrgottsfrüh mit der Sense, das vom Tau angefeuchtete Gras zu mähen, weil es sich besser schneiden ließ. Arbeiten mußten wir bis in die Dämmerung.
Damals war ich mit unserer Sennerin sehr gut, die zwei Stunden den Berg hinauf auf der Alm arbeitete.  
Wenn mich die Sehnsucht nach ihr packte ging ich nach der Arbeit, am Abend zu ihr auf die Alm. Nach einer Jause und ein paar Busserl gingen wir in das Bett. Kaum spürte ich den Strohsack (auf der Alm gab es kein Federbett) schlief ich tief und fest ein. Nicht einmal mit dem Läuten der Kuhglocke hätte ich geweckt werden können. Und dann, zeitig in der Früh läutete der Wecker und ich mußte wieder in das Tal hinunter zur Arbeit laufen. Das ist der Grund warum man auf der Alm nicht sündigen konnte". Dabei lachte der alte Knecht verschmitzt.