Samstag, 2. März 2013

Aus den Gästebüchern des "Gasthof zur Post" in Hinterstoder

Das älteste Gästebuch aus dem" Gasthof zur Post " wurde am 1. August 1904 angelegt und enthält Eintragungen der Gäste bis 1922. Die Besitzer des Gasthofes waren Karl und Josefa Buchschachermayr.
Unzählige verschiedene Marken, die die Gästebuch Schreiber zu ihren Kommentaren geklebt haben, geben  Hinweis auf ihre Vereine oder Organisationen.

Eintragung vom September 1909




Anschließend wurde das neue Gästebuch vom Sohn des Baumeisters Schieder, dem Schöpfer des "Schiederweihers", mit eindrucksvollen Aquarellen eröffnet  und auch Oberförster Max Rieger hinterließ ein sehenswertes Jagdmotiv. Zunächst trugen sich nur die "Frühschoppler" in das Gästebuch ein. Etwas später dann alle Gäste.





Samstag, 23. Februar 2013

Der berühmte englische Bergsteiger und Landschaftsmaler Edward Theodore Compton im Stodertal


E.T.Compton wurde 1849 in einem Vorort von London geboren und starb 1921 in Feldafing am Starnbergersee in Bayern.

Als Bergsteiger konnte er gut 300 bedeutende Gipfel ersteigen darunter 27 als Erstbesteiger.

Er bereiste nicht nur die Alpen, er malte auch in Skandinavien, am Nordkap,  im Schottischen- Hochland,  Spanien, Korsika, Nordafrika und kam bis in die Kolumbianischen - Anden, in den Himalaya und nach Neuseeland.

Irgendwann befreundete er sich mit dem Besitzer der Pension „Prielkreuz“ Georg Julius Schachinger in Hinterstoder. Seither kam er immer wieder in das Stodertal und lernte es dabei kennen und lieben. Mit G.J. Schachinger, einem hervorragenden Amateurfotografen bestieg er die Berge des Toten Gebirges. Dabei entstanden wunderschöne Bilder und Fotos die von Zeit zu Zeit in diesem Blog zu sehen sind.

Pension "Prielkreuz" von G.J. Schachinger.

Mauerreith

Spitzmauer

Prielkreuz

Prielkreuz mit den Fahnen der K.u.K. Monarchie

Pießling Ursprung

Blick zum Großen Priel -  Alle Bilder von E.T. Compton

E.T.Compton Foto ca. 1880/90

E.T.Compton  gezeichnet von seinem Sohn
Edward Harrison Compton ca. 1915 

Samstag, 16. Februar 2013

Kirchenrenovierung mit Überraschungen

 
 
1956 ließ Pfarrer Aigner die Kirche von Hinterstoder renovieren. Dabei entdeckte man im Presbyterium, dort wo vier Evangelisten überlebensgroß abgebildet waren, alte, übermalte Fresken.

Die „vier schwarzen Mannder“ wie die Hinterstoderer sie bezeichneten und die darunter liegenden Fresken, wurden darauf genauer untersucht und es wurde beschlossen, diese alten Fresken zu restaurieren.

Als ein Restaurator an der linken Brustseite des Evangelisten Markus zu kratzen begann, kam eine rote Nelke*) zum Vorschein. Darauf war es für die Hinterstoderer klar und sie erzählten Fremden scherzhaft: “Der erste Sozialist muß der Evangelist Markus gewesen sein, der trägt eine rote Nelke auf seiner Brust“.
 
*)Seit den ersten 1. Mai-Demonstrationen 1890 ist die rote Nelke  zum Symbol für die sozialistische internationale Arbeiterbewegung geworden. Da das Mitführen von Fahnen verboten war, wählte man rote Nelken als Symbol. (Wikipedia)