Samstag, 14. Juni 2014

Der Keltendolch von der Höß.


In Schuldirektor Josef Angerhofers  Broschüre über Hinterstoder und das Tote Gebirge "Das Stodertal" 3. Auflage  von 1906 kann man einen Beitrag lesen, der einen interessanten Hinweis über die frühe Besiedelung unseres Stodertals gibt.

Der Text im Original:
Im August 1903 machte der Beamte einer Papierfabrik aus Niederösterreich auf einer Bergtour von Stoder über die Hutererböden, den Hutererhöß und aufs Warscheneck bei einer Rast auf dem Hutererhöß einen historisch sehr wertvollen Fund, eine vorrömische Bronzedolchklinge aus keltischer Zeit. Sie dürfte von einem keltischen Hirten, Jäger oder Krieger herrühren. Der Fund wurde über Zuspruch des Verfassers (Schuldirektor Angerhofer) vom Finder dem Linzer Museum übergeben.

In der Zeit von 800 bis 450 vor Christi Geburt siedelten Kelten in unserer Heimat. Da konnte es schon vorkommen, dass ein Hirte oder Jäger seinen damals bestimmt sehr wertvollen Dolch auf der Höß verlor.

Keltischer Hirte oder Jäger
   
Die Bronzedolchklinge von der Höß


Montag, 9. Juni 2014

Am Pfingstmontag feierte das ganze Stodertal die Fertigstellung der Kirchenrenovierung


Zum Abschluß der Restaurierungsarbeiten in  der Pfarrkirche in Hinterstoder gab Pfarrer Dr. Gerhard Hackl ein Pfarrfest, an dem auch die Pfarrangehörigen von Vorderstoder und St. Pankraz teilnahmen.














Samstag, 7. Juni 2014

Aus Venedig 1850 - Soldatengrüße in die Heimat nach Vorderstoder


Grüße aus der Ferne, besonders von eigenen Kindern, werden sehr, sehr lange aufgehoben.
Dieser Brief eines Soldaten aus Vorderstoder, der 1850 seinen Militärdienst in Venedig leisten mußte, ist heute noch in einer Bauerntruhe zu finden.



Liebe Eltern!

Indem meine Hoffnung Euch zu sehen und mit Euch zu sprechen ganz zu nichts geworden ist, so kann ich es nicht unterlassen Euch einige Zeilen zu schreiben, und hoffe das Euch mein Schreiben in bester Gesundheit und guten Wohlsein antreffen werde. Was mich betrifft bin ich zwar bis jetzt Gott sei Dank noch immer gesund wofür ich Gott nicht genug danken kann indem wir schon viele Unseren verloren haben. Neuigkeiten weiß ich Euch keine zu schreiben seit dem wir von Krain  zurückgekommen sind befinden wir uns immer in Venedig. Liebste Eltern mein einziger Wunsch wäre Euch noch einmal zu sehen gewesen, wie es aber jetzt das Aussehen hat so wird mein Wunsch nicht so bald befriedigt werden weil man nun immer von Kriege sagt.
Übrigens beschließe ich mein Schreiben und bitte Euch um eine baldige Antwort und schreibet mir auch die Neuigkeiten seit meinem letzten Schreiben und auch wie es mit meinem Bruder steht. Ich grüße Euch recht herzlich sowie auch meine Geschwister und ich verbleibe Euer dankschuldiger Sohn.
                                                                                                                            P.R.

Zum endlichen Schluß grüße Euch nochmal Vater und Mutter und Bruder und Schwester und Verwandte und Bekannte und empfehle Euch in Schutze Gottes
und verbleibe Euer
gehorsamster Sohn
bis uns der Tod das Leben ein Ende mache.


Freitag, 6. Juni 2014

Heute, am 6. Juni 2014, feiert dieser Stodertal-Blog den 2. Geburtstag


Heute vor 2 Jahren erschien der erste Beitrag in diesem Blog.
Mittlerweile sind es 270 Beiträge geworden. Bitte sehen Sie sich die Google Statistik von heute an. Sie zeigt die Anzahl der Zugriffe der Menschen aus den 10 Ländern, die am meisten den Blog besucht haben. Insgesamt waren es bis jetzt 40675 Zugriffe.
Jeden Monat wird der Blog ca. 3000 mal angeklickt.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse an aktuellen und alten Begebenheiten, Bildern und Anekdoten aus unserem Stodertal.
Heinz Schachner

Zugriffe in einem Monat vom 8. Mai bis 6.Juni 2014

Zugriffe seit 6.6.2012




Dienstag, 3. Juni 2014

Eine beschauliche letzte Reise in das Jenseits


Was früher, vor langer, langer Zeit sich genau so zutrug, kann man heute fast nicht glauben.
In einem entlegenen Bauernhof im Stodertal starb zu dieser Zeit ein älterer Hilfsarbeiter. 
Den Taglöhner kannte niemand im Dorf, weil er erst einige Tage zuvor als Erntehelfer von dem Bauern eingestellt wurde. Man wußte eigentlich überhaupt nichts von ihm, außer, dass er gerne einen über den Durst getrunken hat.
Der Tod holte ihn in der Nacht und der Leichenbestatter wurde beauftragt, ihn für die Beerdigung abzuholen. Der Bestatter kam mit seinen Gehilfen und wie es der Brauch war wurde zunächst ein Stamperl Schnaps getrunken. Auf einem Bein steht man schlecht, also wurde nachgeschenkt. Die Trauer, weil den Toten niemand kannte, hielt sich in Grenzen. Trotzdem war es natürlich angebracht, auch auf den Verstorbenen ein Glas zu trinken. Irgendwann aber kam der Moment zum Abtransport der Leiche. Die steile Stiege von der Dienstbotenkammer zum Fuhrwerk in den Hof war schon eine Herausforderung, die aber einigermaßen gemeistert wurde.  Auf der Heimfahrt kam man bei einem Bauern vorbei, der mit dem Bestatter gut befreundet war. Natürlich mußte man kurz anhalten und natürlich wurde man mit Most und Schnaps bewirtet. Die Fortsetzung der Fahrt nach ein/zwei Stunden erforderte den Umständen entsprechend schon eine gehörige Portion Konzentration. Der Weg führte an einem Gasthaus vorbei und spontan wurde beschlossen noch eine kleine Rast einzuhalten.

Im Gasthaus war man gleich in einer gemütlichen Runde integriert und durstig trank man, weil man ja nicht mischen soll, wieder Most und Schnaps. "Jetzt müssen wir aber gehen, denn draußen wartet einer der nicht hereinkommen mag" sagte der Bestatter zur Kellnerin. "Wartet nur, den hol ich schon herein" und schon war sie weg. Sekunden später kam sie schreiend und schimpfend zurück. Das war dann auch der endgültige Aufbruch. Als man endlich die Kirche erreichte, war es finstere  Nacht geworden. Die steilen Stufen hinauf zum Eingang und zur Leichenkammer wurden nur unter allergrößter Mühe, Stufe für Stufe mit dem Sarg bewältigt. Doch als der Sarg dann endlich in der Totenkammer abgestellt war und man nocheinmal an den Verstorbenen dachte, mußte man doch sagen, daß ihm seine letzte Fahrt bestimmt gefallen hätte.

   

Samstag, 31. Mai 2014

"An diesem einen Punkt der Welt"

"An diesem einen Punkt der Welt" heißt das neue Buch von Brita Steinwendtner, das sie gestern im KUNST-SchAU-STALL Prielergut in Hinterstoder bei Monika und Kurt Aufner vorstellte.

Die promovierte Historikerin und Schriftstellerin Brita Steinwendtner ist in Steyr und Hinterstoder aufgewachsen. In diesem neuen Roman, dessen Schauplatz zum Teil das Krems- und Stodertal ist, steht Tom ein Träumer voller Ideen im Mittelpunkt. Einfühlsam und berührend erzählt sie von seinem Leben.