Unwillkürlich, wenn man manchmal in interessiert schauende
Tieraugen blickt, fragt man sich, was werden sie sich gerade denken?
Dienstag, 10. Mai 2016
Samstag, 7. Mai 2016
Es kommt nicht immer so wie es soll...
Im Stodertal hat es früher viele kinderreiche Familien
gegeben obwohl es den Leuten nicht so gut gegangen ist wie heute. Die meisten
Familien hatten sechs, sieben oder noch mehr Kinder. Die Hebamme hatte immer
viel Arbeit und manchmal wußte sie nicht wo sie zuerst sein sollte. In diesen Tagen war sie wieder einmal beim Grabenbauer und legte ihm bei Tagesanbruch das
neunte Töchterchen in die Arme.
Während sich bei den anderen Familien abwechselnd Buben und
Mädchen einstellten, so bevölkerten beim Grabenbauer nur Dirndln den Hof. Die
Leute nannten ihn deshalb schon "Kittelmacher"
Nach der Geburt des neunten "Kittels" fragten
seine Nachbarn spöttisch: " Na Grabenbauer, was ist denn endlich mit einem
Stammhalter ??"
"Wird schon noch kommen", erwiderte der Gefragte
seelenruhig, "einem echten Grabenbauer müssen beim Einzug zehn Dirndln
Spalier machen..."
Dienstag, 3. Mai 2016
Franz Oberleitner (geb.1829 - gest.1897) Botaniker und Seelsorger in St. Pankraz
Nach der Priesterweihe 1854 war Franz Oberleitner von 1861 bis 1869 Kooperator in Windischgarsten und Vorderstoder bis er 1869 zum Pfarrer
von St. Pankraz ernannt wurde. 1885 übersiedelte er nach Ort bei Gmunden und wurde dort Pfarrer.
Seine große Begeisterung war das Erforschen der Alpenflora
im Pyhrn Prielgebiet. Er bestimmte und sammelte in seinem Herbarium Alpenpflanzen
und tauschte sein Wissen mit bedeutenden Botanikern in Europa aus. Sein Name
lebt in einer von ihm an der Grenze Oberösterreichs und Steiermarks entdeckten Pflanze fort, welche der artenreichen Familie der Habichtskräuter angehört und
als "Hieracium Oberleitneri" bezeichnet wurde.
Er beteiligte sich in den Jahren 1861 bis 1869 an führender Stelle bei den Ausgrabungen der römischen Poststation Gabromagus in
Windischgarsten gemeinsam mit Hans Hauenschild.
1870 wurde er Ehrenmitglied im Museum Francisco Carolinum.
St. Pankraz ernannte ihn zum Ehrenbürger der Gemeinde.
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| Franz Oberleitner bei den Ausgrabungsarbeiten der römischen Poststation Gabromagus in Windischgarsten |
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| Pfarrer Franz Oberleitner mit Gehilfen |
Samstag, 30. April 2016
Hilfe für die Erdbebenopfer in Nepal
Im April / Mai
2015 genau vor einem Jahr erschütterten verheerende Erdbeben Nepal. Mehr als 9000 Menschen starben, mehr
als 22000 wurden verletzt und über 900.000 Häuser wurden zerstört. Laut einer
Schätzung der Unicef müssen nach wie vor über 200.000 Familien im Freien unter
Wellblechdächern oder in Zelten schlafen.
Wertvolle Hilfe überbrachten Damen aus dem Soroptimist Club Windischgarsten/Kremstal
Eine Chance auf
Zukunft
Fünf Damen aus dem
Soroptimist Club Windischgarsten/Kremstal machten sich von 15.-25.März 2016 auf
die Reise nach Nepal und überbrachten persönlich € 18.000.-, die als
Mikrofinanzkredite an nepalesische Frauen übergeben wurden. Viele großzügige
Spender aus der Region haben mit dem Kauf von Patenschaften dazu beigetragen,
dass wir vorerst 200 Frauen einen Start in ein selbstständiges und
eigen-verantwortetes Leben ermöglichen konnten.
Über das Projekt, den weiteren Ablauf und vor allem über unsere Reise-Eindrücke wollen wir am 21.Mai 2016, um 17 Uhr, in der Hösshalle in Hinterstoder gerne berichten.
Mit einer Fotoschau, unseren persönlichen Impressionen aus einem der ärmsten Ländern der Welt, einem kleinen Nepali-Markt mit Kaschmir Schals, speziellen Papier-Produkten und Schmuck, sowie Kostproben von nepalesischen Gerichten wollen wir einerseits unsere Reise, wie auch unser weiterlaufendes Projekt präsentieren. Die Damen des Soroptimist Club Windischgarsten/Kremstal laden Sie sehr herzlich ein, sich selbst ein Bild von diesem sehr armen, bunten, freundlichen, landschaftlich reizvollen Land am Himalaya zu machen.
Eintritt frei!
Über das Projekt, den weiteren Ablauf und vor allem über unsere Reise-Eindrücke wollen wir am 21.Mai 2016, um 17 Uhr, in der Hösshalle in Hinterstoder gerne berichten.
Mit einer Fotoschau, unseren persönlichen Impressionen aus einem der ärmsten Ländern der Welt, einem kleinen Nepali-Markt mit Kaschmir Schals, speziellen Papier-Produkten und Schmuck, sowie Kostproben von nepalesischen Gerichten wollen wir einerseits unsere Reise, wie auch unser weiterlaufendes Projekt präsentieren. Die Damen des Soroptimist Club Windischgarsten/Kremstal laden Sie sehr herzlich ein, sich selbst ein Bild von diesem sehr armen, bunten, freundlichen, landschaftlich reizvollen Land am Himalaya zu machen.
Eintritt frei!
Angelika
Diesenreiter Christiane
Holter
Dienstag, 26. April 2016
Prof. Hans Hauenschild - Priester, Höhlenforscher, Bergsteiger, Physiker, Entdecker, Erfinder und Zementfabrikant.
Geboren wurde er als Sohn des Färberehepaares Johann und Elisabeth Hauenschild in Windischgarsten. Sein Vater starb, als er vier Jahre alt war. Die Mutter blieb mit zwei Kindern verarmt zurück. Hauenschild besuchte in Windischgarsten, wo auch eine Straße nach ihm benannt ist, die Volksschule. Sein Lehrer, der Bürgermeister Leopold Westermayr, erkannte sein Talent und ermöglichte ihm den Besuch im Stiftsgymnasium Kremsmünster. Dort wurde sein Interesse für die Naturwissenschaften geweckt. Er absolvierte das Gymnasium als Klassenbester und trat als Novize unter dem Namen Gottfried in das Benediktinerstift Kremsmünster ein. Von 1864 bis 1868 studierte er im Stift St. Florian Theologie. Nach der Priesterweihe 1868 studierte Hauenschild Naturgeschichte, Physik und Mathematik in Wien. In den Ferien betrieb er bis 1871 wissenschaftliche Studien in den umliegenden Bergen seiner Heimat Windischgarsten und dem Stodertal. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er in den Jahrbüchern des Österreichischen Alpenvereins. Durch ihn wurde die Kreidehöhle in Hinterstoder erstmals erforscht und damit die wissenschaftliche Höhlenkunde in Oberösterreich begründet.
Als sein Sohn Albrecht zur Welt kam entschloss er sich im Frühjahr 1872 den Benediktinerorden zu verlassen und gemeinsam mit seiner Braut, Maria Wittmann, zum evangelischen Bekenntnis überzutreten und zu heiraten. Dieser Abschnitt seines Lebens wird im Roman "Gottfried Wunderlich" von Max Burckhard (1906) geschildert.
Der neue Baustoff Zement brachte ihn mit einer ganz neuen Wissenschaft, der Geologie in Verbindung. Seine Erfindungen, besonders die Methode des kontinuierlichen Brennens von Portlandzement in Schachtöfen, revolutionierten die Zementindustrie. Hauenschmid war so bekannt, dass man ihn beim Bau der Wiener Hochquellenwasserleitung und der Gotthardbahn in der Schweiz in geologischen und bautechnischen Fragen zu Rate zog.
Diese Bronzebüste von Hans Hauenschild schuf sein Sohn Rudolf
Die Büste wurde vom Grab in Vouvry nach Windischgarsten gebracht
Freitag, 22. April 2016
Ein "Mostdipf" im Stodertal
Aufmerksame Leser der Oberösterreichischen Nachrichten haben
in der vergangenen Woche die heurige Verleihung der Auszeichnung
"Mostdipf" verfolgen können.
Der Mostdipf ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten,
die ein bisschen (oder auch ein bisschen viel) von dem haben, was das Original
der OÖNachrichten "Vitus Mostdipf" täglich auf Papier zu bringen versucht: einen
Schuss bodenständigen Humor, gewürzt mit der ihm eigenen Herzlichkeit.
Auch im Stodertal ist ein Mostdipf bzw. ein Mostdipfinhaber
zuhause.
Herrn W. Hofrat DI. Friedrich Schwarz, Landesforstdirektor von Oberösterreich i. P. wurde
1988 diese Auszeichnung verliehen.
Herrn W. Hofrat DI. Friedrich Schwarz, Landesforstdirektor von Oberösterreich i. P. wurde
1988 diese Auszeichnung verliehen.
| Hofrat DI. Fritz Schwarz |
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