Mittwoch, 24. Mai 2017

Nächste Veranstaltungen

Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:


 

Sonntag, 21. Mai 2017

Botanische Maibowle in der alten Schmiede

Heuer stand die traditionelle Maibowle am 20. 5. in der Schmiede Ferstl in St. Pankraz-Kniewas im Zeichen der kapernartigen Gewächse, der Kreuzblütler und der Resedagewächse. Allen gemeinsam ist die Ausbildung des Enzyms Myrosinase, das bei Austritt von Senfölglykosiden aus den verletzten Zellen diese in Senföl, Glucose und schwefelige Säure spalten. Das gegen Fressfeinde gerichtete Senföl bewirkt aber auch den für die Würze bei Menschen geschätzten scharfen Geschmack. Auf Grund der vielen genießbaren Arten dieser Ordnung wurde für die Freunde der alten Ferstl - Schmiede eine Pflanzenlotterie veranstaltet. Jeder Teilnehmer wurde aufgefordert aus einer dieser Pflanzen, die durch ein Los gezogen wurde, eine schmackhafte Speise für die Gäste zuzubereiten. Die Teilnehmer durften dann aus einem zugedeckten Korb eine Tube von unterschiedlichen Senfspezialitäten ziehen. Anschließend wurden die köstlichen Speisen von den Gästen mit Genuss verzehrt.












Samstag, 20. Mai 2017

Veranstaltungen

Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:

Dem Arbeitskreis der "Gesunden Gemeinde Hinterstoder"
zur Verleihung des Qualitätszertifikates  herzliche Gratulation
  



Freitag, 19. Mai 2017

Von den Hühnern am Bauernhof und von Legebatterien

Von meiner Jugendzeit, als Schulmädchen, in den 1930er Jahren.
"Wenn wir Bergbauern auch nur eine kleine Landwirtschaft hatten, so waren neben ein paar Kühen, Schweinen, Ziegen, Hasen immer viele Hühner auf dem Hof. Für die Hühner sorgten hauptsächlich meine Geschwister und ich.
Wenn eine Gluckhenne Junge hatte, dann ließ sie uns nicht sehr nahe an die Kücken heran. Eine Hühnermutter bewachte alle ihre Kücken und würde mit jedem kämpfen, der ihr eines ihrer Jungen wegnehmen würde. Ich habe sogar gesehen wie sie einmal einen jungen Fuchs verjagt hat. Wenn die kleinen, wolligen Bibihenderl aus den Eiern schlüpften wurden sie schon von ihrer Mutter belehrt welches Futter sie fressen können. Sobald die Henne einen Wurm hatte, lockte sie mit einem eigenartigen meckernden Ton ihre Kücken zur Mahlzeit.
Wenn die Kücken größer wurden und unter der Henne nicht mehr Platz fanden, setzten sie sich einfach auf ihren Rücken.
Wir bauten für unsere Hühner Nester in die sie ihre Eier legen sollten. Leider taten sie das nicht immer und bauten sich selber ihre Nester. Eine Aufgabe für uns Kinder war es diese Nester zu suchen. Wir fanden sie an ganz versteckten Stellen und manchmal fanden wir sie erst Wochen später, wenn die Eier nicht mehr verwendet werden konnten oder die Bruthenne mit ihren Jungen zum Vorschein kam.
Heute gibt es Maschinen, die das Brüten ersetzen und gleich tausende Eier auf einmal ausbrüten. Heute holen die Bauern die Kücken in einer Kiste aus der Brutanstalt nach Hause. Nur zum Eierlegen braucht man noch die Hühner. Heute gibt es Legebatterien in denen tausende Hühner gehalten werden und die Eier am Fließband produziert werden.
Bei uns wurden im Frühling, wenn es noch kalt war, die Kücken in einem Karton auf den Kachelofen gestellt. Dort hatten es die kleinen Henderl warm und es war in der Stube sehr gemütlich wenn sie leise vor sich hinpiepsten. Sie fühlten sich zart, weich und wollig an.

Ich mochte unsere Hühner sehr und es traf mich bis in das Herz, wenn man sie schlachtete und ihnen einfach den Kopf abschlug. Sie hatten einen unglaublichen Willen zum Leben. Selbst ohne Kopf liefen sie noch ein paar Meter bis die Lebensgeister erloschen. Heute werden die Hühner maschinell getötet. Weglaufen können sie nicht mehr".

 




Kücken in der Brutanstalt

Legebatterie

Freitag, 12. Mai 2017

Zum Muttertag - Erinnerung an meine Mutter

Eine Pensionistin, sie ist schon vor einigen Jahren verstorben, die im elterlichen Bauernhaus im Stodertal aufgewachsen ist, dann in Deutschland gelebt hat, bekämpfte ihr Heimweh in dem sie ihre Kindheits - und Jugenderinnerungen aus den 1930er Jahren aufgeschrieben hat. In diesen berührenden Aufzeichnungen dachte sie  auch an ihre Mutter.

"Je älter ich werde, desto häufiger denke ich zurück an meine Mutter. Ich sehe sie vor mir mit ihrem schwarzen, bläulich schimmernden Haar, das im Laufe der Jahre ganz weiß geworden ist. Mit geschlossenen Augen sehe ich das sanfte, wohlgeformte Gesicht mit den gütigen Augen und dem weichen Glanz, aus denen nur Liebe zu erkennen war. Ihr Blick erwärmte unsere Kinderherzen jeden Morgen und jeden Abend. Ihre Freuden waren unsere Freuden, ihr Schmerz war unser Schmerz. Ihre Sprache war unsere Sprache. Es gibt keine Stimme auf Erden, die ich lieber gehört hätte als die Stimme meiner Mutter mit ihrem Wohlklang und ihrem Dialekt.
Die Mutter war für mich, meine Schwester und für meine beiden Brüder immer da wenn wir sie brauchten. Sie stand  am Morgen  als Erste auf  und ging abends als Letzte zu Bett. Hundertmal am Tag hieß es, Mutter komm, Mutter gib, Mutter hilf. Hundertmal half sie, gab sie und tröstete sie. Sie war immer bereit, immer geduldig und auf das eigene Wohl vergessend. Von meiner Mutter habe ich alles gelernt, was im Leben am Wichtigsten ist. Stets helfen, verzeihen, geduldig warten und zufrieden sein. Alles Gute in meinem Wesen verdanke ich ihr. Sobald wir sprechen konnten lernte sie uns das erste Gebet und die Hände zu falten.
Aus all ihren Worten und Gesten strömte die Sorge um das seelische und körperliche Wohl ihrer Kinder. Sie besaß keine wertvollen Dinge. Alles was sie hatte konnte sie leicht auf ihrem Rücken tragen. Es war ihr auch nicht wichtig etwas zu besitzen. Meine Mutter hat mich nie um etwas gebeten auch wenn sie das eine oder andere notwendig gebraucht hätte. Und immer hatte sie zu geben und zu schenken. Sie wusste alle Liebe und Fürsorge auf uns Kinder gleichmäßig zu verteilen und doch hatte ich immer das Gefühl, als wäre sie für mich alleine da. Ihre Liebe war die Sonne meiner Kindheit". 





Sonntag, 7. Mai 2017

Holzwerke

"Rhythmus im Tal - Wissenschaft und Poesie in Holz" eine Ausstellung mit Werken von Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck im Alpineum Hinterstoder - Mai bis Oktober 2017
Musikalische Begleitung bei der Vernissage:
Romana Kronberger, Flöte
Christoph Radinger, Cembalo                                                              



Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck