Dienstag, 2. Juli 2013

Alte Zeitungsausschnitte erzählen längst vergessene Geschichten.

Auf der Suche nach interessanten Fotos aus dem Stodertal findet man gelegentlich in alten Bauerntruhen auch Dinge die nachdenklich stimmen.  Z.B. die Warnung von Georg Julius Schachinger (geb.1866-gest.1925) in der Zeitung "Kremsthal-Bote" vom September 1897.
Der Linzer Kaufmannssohn  Georg J. Schachinger bewirtschaftete die Pension "Prielkreuz" und das Gästehaus "Erika", war ein ausgezeichneter Fotograf und Bergsteiger und gut befreundet mit dem englischen Maler Edward Theodore Compton.
In diesem "Kremsthal-Boten" schrieb Schachinger eine nicht klar definierte Warnung an die Stodertaler, aber gleich daneben war ein Inserat, in dem er seine Verlobung mit Cilli Vogl bekannt gab. Ein Zusammenhang ist wahrscheinlich.



Schließlich geht das Schicksal oft auch andere als die gewünschten Wege. Cilli Vogl heiratete 1902 den Lehrer und späteren Schuldirektor von Hinterstoder Karl Seuffert.
Georg Julius Schachinger machte viele große Reisen und ließ sich nicht aus dem Stodertal vertreiben. Er heiratete1899 in Zürich Clara Kauth .
Seine Fotografien sind die ersten hochwertigen Bilddokumente aus unserem Stodertal.

Georg Julius Schachinger ca.1905

Cilli Vogl ca. 1900



Georg Julius Schachinger mit Gattin und Kinder

Samstag, 29. Juni 2013

Transport des neuen Gipfelkreuzes auf den Großen Priel 2515m

Im August 2009 wurde das neue Gipfelkreuz auf den Großen Priel geflogen und montiert. Das Kreuz ist mit dem Originalkreuz nahezu identisch. Es ist ebenfalls 8 Meter hoch und hat eine Spannweite von 4 Metern.
Das Kreuz wurde mit Spenden  von SKH.Carl Herzog von Württemberg, der Fa. Schachermayer G.m.b.H. aus Linz und dem Land Oberösterreich errichtet.








Dienstag, 25. Juni 2013

Wie das alte Gipfelkreuz 1870 auf den Großen Priel 2515m (früher 2514m) kam


Das 1870 errichtete, 8m hohe eiserne Kreuz am Großen Priel wurde im Juni 2008,
nach 138 Jahren, durch einen gewaltigen Gewittersturm umgeworfen.
Heute ist dieses alte renovierte Kreuz neben dem Friedhof in Hinterstoder aufgestellt.
Auf einer Inschriftentafel werden die Spender, das Gewicht, die Größe des Kreuzes und die Hersteller genannt. Zuletzt erfährt man, wer das Kreuz vom Hersteller bis in die Polsterlucke und anschließend auf den Prielgipfel getragen hat.
 "....Von Linz bis an den Fuß des Berges kostenfrei hingeführt von Anton Boxrucker, Realitätenbesitzer zu Auhof bei Linz. Wurde freiwillig zur Bergspitze getragen von den kräftigen Söhnen Vorder- und Hinterstoders."
Ein alter Bauer, der es wiederum von seinem Großvater erzählt bekam, wußte weitere Details.
Zunächst trugen die kräftigen Söhne des Stodertals sehr eifrig das in viele, aber trotzdem sehr schwere Teile zerlegte Kreuz zum Gipfel. Allerdings erlahmte ihre Begeisterung bald und am Weg zum Prielgipfel fand man immer wieder schwere Eisenteile, die einfach am Wegesrand deponiert wurden.
Dem energischen Pfarrer Dominik Kastner dauerte der Transport zu lange und er verkündete deshalb von der Kanzel aus, daß er keine Hochzeiten mehr abhalten werde, solange sich nicht alle Teile des Kreuzes auf dem Gipfel zum Zusammenbau befinden. Das beschleunigte den Transport sehr. Man kann sich gut vorstellen, wie manche Bräute ihren zukünftigen Gatten die Dringlichkeit des Transportes an das Herz gelegt haben.
Heute, wo Hochzeiten und Kinder immer weniger werden, würde die Drohung des Pfarrers wohl nicht mehr wirken.
Das neue Gipfelkreuz wurde im August 2009 mit einem Hubschrauber zum Gipfel geflogen.



Gemälde von E.T.Compton


Dienstag, 18. Juni 2013

Schneeofen auf der Höß

Auf der Höß gibt es eine Stelle die Schneeofen heißt. In dieser Senke bleibt der Schnee oft bis in den Spätsommer hinein liegen.
Den Namen erhielt dieses "Schneeloch" weil man früher dort in großen Kupferkesseln Schnee schmolz um damit die Kühe zu tränken.
Die meisten Almen im Toten Gebirge (daher auch der Name ) haben keine eigenen Wasserquellen, und die Sennerinnen halfen sich früher, indem sie Regenwasser in großen Bottichen sammelten. In regenarmen Sommern schmolzen sie Schnee und verwendeten als Brennholz Latschen.
Auf diese Art wurde 1937 das letzte Mal dort Schnee geschmolzen.



 1937 wurde dort das letzte Mal Schnee geschmolzen.